Der heilige Nikolaus

Jedes Kind kennt den heiligen Nikolaus. Am 6. Dezember feiern wir sein Fest. Aber wer war eigentlich dieser Heilige? Und wie gestaltet man am besten eine eigene Nikolausfeier – auch in Corona-Zeiten?

Nikolaus in Corona-Zeiten

Leider wird es heuer wegen des Lockdowns für die meisten Kinder nicht möglich sein, dass sie der Nikolaus persönlich zu Hause besucht. Alle Familien sind aber herzlich dazu eingeladen, selbst eine kleine Nikolausfeier zu gestalten und den Namenstag des „Kinder-Heiligen“ zum Anlass für ein gemütliches Fest zu nehmen. 

Die Katholische Jungschar hat einige Ideen gesammelt, wie ihr diesen besonderen Tag auch ohne Besuch des heiligen Nikolaus mit der ganzen Familie feiern könnt.

Nikolausfeier in der Familie ohne Nikolaus

Liebe Mädchen, liebe Buben!
Liebe Eltern!

Gerade in Krisen-Zeiten geben Rituale und Feste Kindern Sicherheit. Dazu gehört bestimmt auch der Nikolausbesuch. Doch gerade heuer muss der anders ablaufen als gewohnt – der Nikolo darf laut aktueller Corona-Bestimmungen zwar zu euch kommen, aber nur bis zur Haus- bzw. Wohnungstüre und unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln.

Eine besonders sichere Art, wie Bischof Nikolaus euch besuchen kann, hat sich die Katholische Jungschar Salzburg einfallen lassen: in Form einer persönlichen Nachricht auf dem Tablet oder dem Computerbildschirm. Wir wünschen euch einen schönen Nikolaustag!

Ansprechperson: Wolfgang Hammerschmid-Rücker

Katholische Jungschar, Kaigasse 26, 5020 Salzburg

Wer war nun der heilige Nikolaus?

Nikolaus wirkte als Bischof in Myra, einem kleinen Ort ca. 100 Kilometer südwestlich von Antalya in der heutigen Türkei. Über sein Leben gibt es nur wenige historisch belegte Tatsachen. Nach verschiedenen Überlieferungen wurde Nikolaus zwischen 270 und 286 n. Chr. in Patara geboren. Sein Vater dürfte ein reicher und angesehener Kaufmann gewesen sein und wird als christlich-frommer Wohltäter beschrieben. Das Vermögen seiner Eltern, die an der Pest starben, verteilte Nikolaus an Arme. Nikolaus wurde bereits mit 19 Jahren von seinem Onkel, der damals Bischof von Myra war, zum Priester geweiht, und wurde bald Abt des Klosters Sion nahe dem damaligen Myra.

Nikolaus lebte in einer aufregenden Zeit, die für die Entwicklung des Christentums von entscheidender Bedeutung war. Noch zu Beginn des 4. Jahrhunderts erreichten die letzten Christenverfolgungen ihren Höhepunkt, auch Nikolaus selbst soll dabei gefangen genommen und gefoltert worden sein. Mit der Machtübernahme durch Kaiser Konstantin änderte sich die Lage aber rasch: Ab dem Jahr 313 war das Christentum nicht mehr verboten und wurde später zur offiziellen Staatsreligion erklärt.

Legenden & Brauchtum

Der Festtag des heiligen Nikolaus ist der 6. Dezember, einige orthodoxe Landeskirchen feiern den Gedenktag jedoch am 19. Dezember. Vor allem ist das Fest ein Tag der Kinder.

Bis um das Jahr 1800 war der Nikolaustag vielerorts der Hauptbeschertag für die Kinder. Erst später wurde der Nikolaus vom Christkind (und vom Weihnachtsmann) zunehmend aus seiner Rolle als Gabenbringer verdrängt. Dass Geschenken am Vorabend des Nikolaustags verteilt werden, ist seit 1555 belegt. Hintergrund sind u.a. die vielfältigen Legenden, die über den Heiligen erzählt werden. Nach einer davon erweckte Nikolaus drei ermordete Schüler wieder zum Leben. Eine andere erzählt von drei Jungfrauen, die der heilige Nikolaus nachts heimlich beschenkte. Auch heute noch stellen Kinder am Vorabend des Nikolaustages Schuhe, Stiefel oder Teller vor die Tür, damit der Heilige sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Nüssen, Mandarinen, Schokolade oder Lebkuchen füllen kann. Ursprünglich hatte der Brauch des Schenkens immer auch Symbolcharakter: Den Armen schenkte man existentiell Notwendiges und – damit auch sie mitfeiern konnten – etwas zum Essen und Trinken.

Nikolaus gilt in der Volksfrömmigkeit als Helfer in fast allen Nöten. Er ist Schutzpatron der Reisenden, der Seeleute und vor allem der Kinder und Schüler, der Mädchen und Frauen.

Diese Schutzfunktion zeigt sich auch in den Nikolausfeiern am Abend des 5. Dezember, wenn in vielen Haushalten, in Schulen oder Kindergärten ein verkleideter Nikolaus die Kinder fragt, ob sie im vergangenen Jahr brav gewesen seien. Diese Frage geht auf eine Bibelstelle zurück, die häufig zum Nikolausfest gelesen wurde: das Gleichnis von den anvertrauten Talenten (Mt 25, 14–23).

Im 14. Jahrhundert entstand der Brauch des „Bischofsspiels“ in Klosterschulen, wo ein Schüler für einen Tag als „Bischof“ fungieren durfte. 

Nikolaus – der Heilige

Als Todestag des heiligen Nikolaus wird allgemein der 6. Dezember angegeben, die Jahresangaben schwanken zwischen 345 und 351. Schon bald nach seinem Tod wurde Bischof Nikolaus vom Volk als Heiliger verehrt. Rasch wurde er zu einem der populärsten christlichen Heiligengestalten, vor allem in der orthodoxen Kirche, wo seine Verehrung seit dem 6. Jahrhundert belegt ist. Seine Gebeine wurden im 11. Jahrhundert nach Bari in Süditalien gebracht, wo sie noch heute bestattet liegen.

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