Mit diesen Heiligen kommst du gut durch den Advent

Geschenke kaufen, Kekse backen. Und dann Corona. Gerade heuer kann der Advent zur Nervenprobe werden. In Krisenzeiten gilt: „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht.“ Menschen, die aus der Leuchtkraft des Wortes Gottes leben, also im Besonderen Heilige, können uns als Lichtgestalten des Glaubens zum Stern der Orientierung werden. 

Lichtern kommt im Advent eine besondere Bedeutung zu: zum einen den Sternen am nächtlichen Himmel, die uns Orientierung auf dem Weg durch die Dunkelheit geben, zum anderen dem Licht der Kerze, das uns auch Wärme spendet.

Und auch die Heiligen im Advent, Menschen, die in ihrem Leben besonders deutlich gezeigt haben, dass sie zu Gott gehören, geben uns Wärme und Orientierung. Vier dieser Lichtgestalten sind die heilige Barbara, der heilige Nikolaus, die Gottesmutter Maria und die heilige Lucia

Sie alle verweisen auf die Ankunft Jesu Christi, der von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt!”

Heilige sind weder Übermenschen noch perfekt zur Welt gekommen. Sie sind wie wir, wie jeder von uns, sie sind Menschen, die, bevor sie die Herrlichkeit des Himmels erlangten, ein normales Leben geführt haben, mit Freuden und Schmerzen, Mühen und Hoffnungen. Und doch haben sie in ihrem Leben dem Glauben besonders deutlich Ausdruck verliehen und sind heute noch durch Legenden und Brauchtum tief im Volk verwurzelt.

Der Vater der heiligen Barbara, ein reicher heidnischer Kaufmann aus Nikomedien in der heutigen Türkei, sperrte seine Tochter in einen Turm, weil diese sich gegen seinen Willen taufen ließ. Auf dem Weg in die Gefangenschaft soll sich ein Kirschzweig in ihrem Kleid verfangen haben. Den stellte Barbara in einen kleinen Krug. An dem Tag, an dem sie hingerichtet wurde, blühte er auf.

Noch heute ist es daher am Gedenktag der heiligen Barbara vielerorts Brauch, Kirschzweige zu schneiden und in einer Vase mit Wasser ins Haus zu stellen. Wenn die Zweige bis Weihnachten blühen, wird das als gutes Zeichen für die Zukunft gewertet. Die blühenden Zweige stehen symbolisch für die wunderbare Geburt Jesu.

Als eine der 14 Nothelfer wird Barbara besonders zum Schutz vor jähem Tod und als Beistand der Sterbenden angerufen. Die heilige Barbara wird auch als Schutzpatronin des Bergbaues verehrt. Außerdem gilt die junge Frau als Patronin der Feuerwehr. Gerade im Advent, wenn im ganzen Haus die Kerzen brennen, kann so eine Heilige nicht schaden.

Am 6. Dezember feiern wir den Festtag des heiligen Nikolaus. Ursprünglich war dieser Tag auch der Tag der Bescherung. Bis heute zählt Nikolaus zu den beliebtesten Heiligen überhaupt – in Ost und West. Vor allem bei Kindern, als deren Patron er gilt.

Nikolaus lebte im vierten Jahrhundert und war Bischof in Myra, an der Südwestküste der heutigen Türkei. Sein Vater dürfte ein reicher und angesehener Kaufmann gewesen sein und wird als christlich-frommer Wohltäter beschrieben. Das Vermögen seiner Eltern, die an der Pest starben, verteilte Nikolaus an Arme. Nikolaus wurde bereits mit 19 Jahren von seinem Onkel, der damals Bischof von Myra war, zum Priester geweiht, und wurde bald Abt des Klosters Sion nahe dem damaligen Myra.

Nikolaus soll nicht nur besonders rechtgläubig und freigiebig, sondern auch wundertätig gewesen sein. Die Verehrung des Heiligen war von Beginn an von der Erinnerung an seine Güte bestimmt. 

So könnt ihr den Nikolaustag in Corona-Zeiten feiern

Am 8. Dezember feiern wir das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“, im Volksmund besser bekannt als „Mariä Empfängnis“.

Das Hochfest „Mariä Empfängnis“ ist ein oft missverstandenes Fest. Die „unbefleckte Empfängnis“ hat nämlich nichts mit der Empfängnis Jesu im Mutterleib Marias zu tun, sondern stellt die Einzigartigkeit Marias, der Tochter von Anna und Joachim, in den Mittelpunkt. Nach katholischem Verständnis ist Maria vom dem Augenblick an, als sie im Leibe ihrer Mutter Anna empfangen wurde, durch die Kraft der göttlichen Gnade frei von jeder Sünde. Mit dem Fest „Mariä Empfängnis“ feiern wir, dass Gott Maria auserwählt hat, um den Menschensohn, unseren Erlöser, zur Welt zu bringen.

Mariä Empfängnis in Österreich

In Österreich reicht die Geschichte dieses Festes als Feiertag bis 1647 zurück. Kaiser Ferdinand III. erklärte Maria zur Schutzheiligen Österreichs und führte den 8. Dezember auch als gesetzlichen Feiertag ein. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Feiertag abgeschafft. Auf ein Volksbegehren hin wurde 1955 als Dank für die wiedererlangte Freiheit Österreichs der Feiertag wieder eingeführt. Somit ist der 8. Dezember ein gesetzlicher Feiertag, an dem arbeitsfrei ist.

Die Konsumzwänge führten jedoch dazu, dass Mariä Empfängnis seit 1995 seine ursprüngliche Bedeutung zunehmend eingebüßt hat und nun zu einem der umsatzstärksten Einkaufstage im Advent geworden ist.

Am 13. Dezember ist der Festtag der heiligen Lucia, um die sich viele Legenden ranken. Die meisten Menschen verbinden diesen Tag sicher mit Bildern aus Schweden, wo die Heilige in Lichterprozessionen verehrt wird. Mädchen in weißen Kleidern mit rotem Gürtel, Lichterkronen auf dem Kopf und Gebäck in den Händen, gefolgt von anderen kerzentragenden Mädchen, Knaben mit Sternen und Kindern mit roten Wichtelmützen, die in einer Art Prozession durch die dunklen Straßen ziehen. So kennt und liebt man in Skandinavien das noch relativ junge Fest.

Auch in der Toskana erfährt die dort vor allem bei Kindern beliebte Heilige besondere Verehrung: Hier ist es nicht der Nikolaus, der die Kinder zu Hause besucht (und kleine Geschenke verteilt), sondern Lucia. Ein Brauch, der noch aus dem Mittelalter stammt.

 

Wer war die heilige Lucia?

Lucia von Syrakus ist eine frühchristliche Märtyrerin. Sie ist eine Heilige, die sowohl in der katholischen als auch in der orthodoxen Kirche, den skandinavischen und amerikanischen lutherischen Kirchen und der evangelischen Kirche in Deutschland verehrt bzw. als Glaubenszeugin in Erinnerung gerufen wird. 

Die Legende, auf die sich der Lichterbrauch bezieht, berichtet Folgendes: Lucia versorgte ihre Glaubensgeschwister, die sich verstecken musste, mit Lebensmitteln. Um zum Tragen der Speisen beide Hände frei zu haben, setzte sie sich einen Lichterkranz auf den Kopf, und fand so in der Dunkelheit den Weg.

Der Gedenktag der Heiligen, auf den sich auch die unten stehenden Bauernregeln beziehen, war bis zur gregorianischen Kalenderreform tatsächlich einer der kürzesten Tage. In diesen Zeitraum fiel die Wintersonnenwende. Daher verband sich mit diesem Datum die Hoffnung auf ein Wiederkehren des Sonnenlichts, die ihren Ausdruck in der Lichterkranzlegende fand.

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