5 Tipps: Silvester umweltbewusst feiern

Verrauchte Luft und Berge von Müll. So sieht vielerorts der 1. Jänner aus. Doch jeder und jede kann etwas tun und ein nachhaltigeres Silvester feiern. Gemeinsam mit Kathrin Muttenthaler, Umweltreferentin der Erzdiözese Salzburg, haben wir Tipps und Alternativen für einen umweltfreundlichen Jahreswechsel gesammelt.

Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein zu schaffen und keine Verbote mit erhobenem Zeigefinder auszusprechen. Wir wollen den Blick für Alternativen öffnen. Denn die gibt es (fast) immer.Kathrin Muttenthaler, Umweltreferentin der Erzdiözese Salzburg

1

Wachs- statt Bleigießen

Es gibt sie noch, die Sets zum Bleigießen, die wir bereits aus unserer Kindheit kennen und aus denen wir damals schon Zukunftsorakel abgelesen haben. Eine umweltfreundliche Alternative ist das Wachsgießen. Hierfür brauchst du alte Wachsreste, die du in einem (alten) Topft erhitzt und anschließend im kalten Wasser erstarren lässt. Wie beim Bleigießen gilt auch hier: Vorsicht heiß! Wem das zu heiß oder zu umständlich ist, kann auch mit Plastilin Figuren formen und damit vielleicht gezielt seinem Gegenüber etwas anfertigen, das den Zukunftswünschen entspricht.

2

Silvester-Menü

Wir kennen es: Meistens ist es wahnsinnig gut aber auch viel, was am Silvesterabend serviert wird. Ob Fondue, Raclette, Braten oder Würstel: Achte darauf, dass du für dein Silvestermenü heimische Produkte verwendest, mit biologischer Herkunft und fair produziert. Damit tust du nicht nur dir und deiner Familie etwas Gutes, sondern auch der Umwelt.

3

Bitte (k)ein Feuerwerk?

Vielerorts sind sie bereits verboten, die Feuerwerke. Sie verzaubern uns zwar für die Minuten rund um Mitternacht, hinterlassen aber eine große Feinstaubbelastung, Berge von Müll und verschreckte Tiere im Wald. Wer auf das private Feuerwerk verzichtet, kann dennoch mit Krach ins neue Jahr starten: zum Beispiel mit Trommeln, Rasseln und Ratschen.

Wenn es dir um den Zauber des Lichts geht, dann haben wir vielleicht das Richtige für dich: Wie wäre es mit einer abendlichen Fackelwanderung, wo ihr auch gleich nach Kirchturmtieren Ausschau halten könnt? Hier gibt es ein spannendes Projekt dazu. Oder ihr seid mit Laternen unterwegs oder entzündet eine Feuerschale im Garten. Auch in der Wohnung lässt sich mit Kerzenlicht eine schöne Stimmung erzeugen.

Übrigens: wer gar nicht auf Rakete und Spritzvulkan verzichten mag, hat schon viel gewonnen, den Mitfeiernden zu vermitteln, dass es etwas ganz Besonderes und Einmaliges im Jahr ist, das auch dementsprechend bewusst gemacht werden will.

4

Glücksbringer

Mal ehrlich: Die vielen Glücksbringer – meist aus Plastik –, die wir jährlich verschenken oder geschenkt bekommen, verschwinden genauso schnell, wie sie zu uns gekommen sind. Wie wäre es mit einer selbst gemachten Variante? Einfach und süß: Du kannst passende Steine sammeln und darauf Schwein, Pilz, Kleeblatt, Rauchfangkehrer und Hufeisen malen. Du kannst andere Glücksbringer basteln: Ob stricken, nähen, kleben oder eine Postkarte gestalten. Die Freude über dein persönliches Geschenk wird groß sein.

Wenn es auch etwas kosten darf und soll, weil die Silvesterparty heuer ohnehin ausfällt und du dir Ausgaben sparst, dann darf es vielleicht ein echtes Glücksschwein sein? Bei der Caritas bekommst du unter www.sinvollschenken.at ein Schwein um 70 Euro, mit dem du einer von Armut betroffenen Familie in Burundi eine neue Lebensgrundlage schaffst.

Für Pflanzenfreunde: setzt doch gemeinsam an diesem Abend eine Pflanze in einen Topf (muss kein 4-blättriger Klee sein) und pflegt diese Glückspflanze auch weiterhin. In einem Jahr könnt ihr sie dann bewundern.

Und: Auch schmackhafte Glücksbringer sind möglich: Kekse, Muffins, Pralinen, …

5

Im neuen Jahr

Der Tag danach. Im Sinne der Nachhaltigkeit haben wir zwei Ideen für den 1. Jänner für dich: Du könntest mit den Personen aus deinem Haushalt durch den Ort, die Siedlung, auf die Felder oder den Wald rundum gehen und den Müll aufklauben, der entstanden ist. Alles was du dafür brauchst ist ein großer Müllsack. Gleichzeitig seid ihr in Bewegung und an der frischen Luft – eine Win-Win-Situation also. Zum Mittagessen gibt es nach dem obligatorischen Neujahrskonzert dann vielleicht ein „Restlessen“, falls es doch wieder zu viel war am Vorabend. Mahlzeit!

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