Kinder brauchen in dieser Zeit Verlässlichkeit und Schutz.Doris Lindner, Partner- und Familienberatung

Doris Lindner Was brauchen Kinder in der „Corona-Zeit“?

Der Kindergarten ist geschlossen, die Schule zu, Training im Sportverein findet nicht mehr statt und auch Treffen mit Freunden kommen nicht in Frage: Für die Kinder in unserer Gesellschaft ist das jetzt der neue Alltag in der Corona Krise. Damit ihnen diese Veränderung leichter fällt, brauchen sie die Eltern jetzt noch mehr als sonst.

Das Leben von Kindern und Jugendlichen ist aufgrund der Corona Krise plötzlich ein ganz anderes. Sie tun sich schwer, ihre Sorgen und Fragen zu artikulieren, denn sie verfügen noch nicht über die gleichen kognitiven Fähigkeiten wie Erwachsene.

Wichtig in dieser Situation ist, die Abwechslung im Alltag zu gewährleisten. Fixpunkte im Tagesablauf geben den Kindern Sicherheit und Orientierung. Denn Kinder brauchen in dieser Zeit Verlässlichkeit und Schutz. Zu wissen, wie der Tagesablauf strukturiert ist, gibt ihnen Halt.

Setzen sie sich mit Jugendlichen zusammen und planen sie im Familienrat, wie sie den Tag strukturieren möchten. Basteln sie mit kleinen Kindern einen Tagesplan, auf dem die Kinder sehen, was zu welcher Tageszeit passiert. Das sollte kein völlig durchgeplanter Tag sein. Dabei geht es vorwiegend darum, Fixpunkte zu definieren, an denen sich die Kinder und Jugendlichen orientieren können: z.B. ein Zeitfenster für schulische Dinge, die ausgemachte Medienzeit oder das gemeinsame Brettspiel mit der Familie. Eine Schnitzeljagd durch die Wohnung, eine Höhle im Wohnzimmer bauen oder Experimente, die Eltern mit den Kindern machen, lassen ein Kinderherz höherschlagen. Mir ist bewusst, dass wir Eltern derzeit eine Mehrfachbelastung haben, gerade deswegen braucht es klare Strukturen, wann was gemacht wird.

Versuchen sie, Ihren Kindern wieder ein Stück Normalität zu vermitteln – seien sie für die Kinder da. Es kann für Familien jetzt eine Möglichkeit sein, mehr denn je zusammenzurücken und qualitative Familienzeit zu genießen. Vielleicht erinnern sich die Kinder später dann auch daran, wie spannend und schön die Corona-Zeit in der Familie war.

Mag. (FH) Doris Lindner, MAS, Partner- und Familienberatung der Erzdiözese Salzburg


Infos telefonisch unter 0662 / 8047 6700 oder www.familienberatung-sbg.at

 

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