Findet heraus, wo ihr in dieser rasanten Entwicklung steht und überdenkt, welche Zeit ihr wofür nutzen wollt.Johannes Wiedecke, Referent für missionarische Pastoral

Johannes Wiedecke Juhu, alle daheim

Mannomann, was ist hier eigentlich los? Wir sind alle daheim: Mama und Papa müssen beide jetzt ganz viel am Computer arbeiten und alles ist irgendwie anders als vorher.
Alle versuchen, gut drauf zu sein und dem natürlich auch immer stärker werdenden Lagerkoller zu trotzen …Was können wir als Familie machen, um gut und fröhlich durch den Tag zu kommen?
Tipps von einer Familie mit Mama, Papa und zwei Töchtern im Kleinkindalter:

  1. Einen neuen geregelten Tagesablauf festlegen: z. B. zusammen frühstücken, mittagessen, abendessen

  2. Pläne machen, was ihr mit und ohne Kinder am Tag erledigen wollt, müsst und könnt.

  3. Zusammen mit den Kindern aufschreiben, was ihr mit den Kindern gemeinsam machen möchtet, damit sie sich auch auskennen, wann sie mit Mama und Papa reden und spielen können und wann nicht. Wir erstellen z. B. immer einen Spaßplan und einen Arbeitsplan für die kommenden Tage mit den Kindern (siehe Fotos).

  4. Umgehen mit verschiedenen Belastungen: Auch Mama und Papa kann es in dieser extremen Zeit mal nicht gut gehen und es gibt Spannungen, wenn dann noch die Kinder etwas wollen…;  hier der Tipp: mal kurz runterkühlen, ins Bad gehen oder von 0–20 zählen und einfach auch den Kindern sagen, dass man „kurz vorm Platzen“ ist und ganz kurz seine Ruhe braucht.

  5. So viel Normalität wie möglich wahren: Auch Kinder haben Ängste in diesen Zeiten und bekommen mit, dass sich Mama und Papa Sorgen machen. Redet mit den Kindern über das, was ihnen angst macht, aber sagt ihnen auch, dass wir Erwachsenen versuchen, uns um die Probleme zu kümmern und dass schon alles gut werden wird.

  6. Digitalen Kontakt auch für Kinder ermöglichen: Alle Menschen, aber besonders Kinder brauchen Kontakt zu anderen, um psychisch und physisch gesund zu bleiben. In Zeiten des #westayathome nicht so einfach.
    Nutzt die digitalen Möglichkeiten, die es gibt, um auch euren Kindern Austausch mit ihren Freunden zu ermöglichen.

  7. Lasst die Kinder Ideen für freies Spiel und Abenteuer finden: Kinder sind sehr kreativ darin, auch mit wenigen Dingen und kleinen Räumen jede Menge anzustellen, z. B. das ganze Kinderzimmer in eine Höhlenlandschaft aus Bettdeckenformationen zu verwandeln.

  8. Pause machen: Die Turboumstellung auf Homeoffice ist für die meisten Menschen ungewohnt. Nehmt euch wirklich Zeit für Pausen, denn im Homeoffice könnte man naturgegeben 24 Stunden am Tag etwas tun, man braucht aber auch am nächsten Arbeits- und Familientag noch Kraft und Energie.

  9. Mehr Zeit oder weniger: Einige Menschen haben durch die Umstellung in der Coronakrise auf einmal viel mehr Zeit zur Verfügung und andere sind durch die Umstände noch stärker eingeplant als zuvor. Findet heraus, wo ihr in dieser rasanten Entwicklung steht und überdenkt, welche Zeit ihr wofür nutzen wollt.

  10. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein: Die Coronakrise ist geprägt von vielen Notwendigkeiten und auch Sorgen um die Zukunft, aber wir brauchen auch Hoffnung und Zuversicht für jetzt und die Zeit nach der Krise. Nehmt euch auch die Zeit, um eure Seele zu pflegen, für ein gutes Buch am Abend, fürs Gebet, für Gespräche mit der Partnerin oder dem Partner usw. Eben für das, was euch und eure Seele stärkt und gesund hält.

Mir persönlich gefällt z. B. sehr gut dieses moderne Stundengebet auf der Website: https://lichtteilchen.com/

 

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