Bei Konflikten in der Paarbeziehung, die zu keiner befriedigenden Lösung führen: Triff keine schwerwiegenden Entscheidungen. Verschiebe den Streit, das Gespräch auf einen Zeitpunkt, wo ihr euch beide beruhigt habt oder die Wohnsituation wieder mehr Abstand zulässt.Susanne Savel-Damm, Partner- und Familienberatung

Susanne Savel-Damm 10 praktische Tipps für zuhause

Familien sehen sich mit den Maßnahmen gegen die Ansteckung durch Corona vor einer neuen Situation. Einerseits ist eingetreten, was viele sich wünschen: Mama und/oder Papa sind viel zu Hause, die Familie hat gemeinsame, unverplante Zeit. Andererseits entsteht eine neue Herausforderung, denn durch Nähe entsteht auch mehr Reibung und Konflikt. Die Hausaufgaben müssen trotzdem gemacht, die Berufstätigkeit im Home Office erledigt werden. Die Aufregung und die Ängste rund um die ansteckende Viruserkrankung und die gesellschaftlichen Folgen müssen bewältigt werden.

10 praktische Tipps fürs Familienleben zuhause:

  1. Erste Maßnahme für Eltern: Selbstberuhigung! Sorge dafür, dass du dich selber ein wenig beruhigst. Atme ein paarmal bewusst ein und aus.

  2. Erkläre deinen Kindern die Situation möglichst sachlich und in Ruhe. Achte dabei darauf, dass dein Kind weiß, was es in dieser Situation tun kann. z.B. Mithelfen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

  3. Mache eine Tagesstruktur: Welche Beschäftigungen erledigt jede/r für sich (Hausaufgaben, Büroarbeit), wann gibt es Zeit für gemeinsame Familienaktivitäten: Essen, Spielen, Bewegung, Lesen, etc.?

  4. Vereinbart, welches Familienmitglied welchen Beitrag zur Hausarbeit leisten kann: Kochen, Essen, Putzen, notwendiges Einkaufen, mit einem jüngeren Geschwisterkind spielen….

  5. Beschränke die Zeiten des Medienkonsums. Wenn den ganzen Tag die Nachrichten aus Radio und Fernseher zu hören sind, führt das zu einer Überflutung, die nicht verarbeitet werden kann.

  6. Rede mit deinen Kindern über die medialen Eindrücke.

  7. Bei häufigem Ärger und Konflikt sorge für Abstand zwischen den „Streithähnen“ und hole dir Hilfe von „außen“. (Andere Erwachsene im Haushalt, Telefongespräche mit Vertrauenspersonen, Beratung).

  8. Bei Konflikten in der Paarbeziehung, die zu keiner befriedigenden Lösung führen: Triff keine schwerwiegenden Entscheidungen. Verschiebe den Streit, das Gespräch auf einen Zeitpunkt, wo ihr euch beide beruhigt habr oder die Wohnsituation wieder mehr Abstand zulässt.

  9. Wenn die Selbstberuhigung nicht gelingt oder Konflikte eskalieren, hole dir Hilfe! Ruf bei einer Beratungsstelle oder Krisenhotline an.

  10. Rat und Hilfe findest du auch weiterhin bei unseren Familienberatungsstellen.
    Weitere Infos und Kontaktdaten unter www.kirchen.net/beratung oder hier.

Mag.a  Susanne Savel–Damm, Partner- und Familienberatung der Erzdiözese Salzburg

 

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